What I Do

Die »A320-Family« umfasst die Typen A318,A319,A320 und A321. Sie unterscheiden sich im technischen Grundkonzept, in den Flugeigenschaften, im Antrieb und in der Auslegung des Cockpits nur geringfügig. Daher darf ein Pilot mit der Typenberechtigung »A320« alle vier Maschinen fliegen. Die A320 ist eines der erfolgreichsten Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, weltweit sind bereits mehr als 7000 Flugzeuge im Einsatz und die Nachfrage ist ungebrochen.

Seit 2002 bin ich für Swiss Aviation Training und seit 2006 auch für Lufthansa Flight Training als SFI (Synthetic Flight Instructor) in der Pilotenausbildung von angehenden Kapitänen und Copiloten auf A320 tätig. Während ihrer Ausbildung machen die zukünftigen Copiloten bereits im sogenannten MCC-Training die ersten Erfahrungen im A320-Simulator. MCC steht für Multiple Crew Cooperation, hier werden die Grundlagen in der Zusammenarbeit eines Teams im Cockpit vermittelt.

Es folgt das praktische Training im Simulator, in dessen Verlauf zunächst das Beherrschen des Flugzeugs im Normalbetrieb geübt wird. In einer zweiten Phase kommen dann Systemausfälle, diverse Notverfahren und das so genannte »Loe Visibility Training« dazu. Darauf folgt das Landetraining im Flugzeug selbst und anschließend beginnt die Einführung auf der Strecke.

In dieser anspruchsvollen Aufgabe kann ich auf eine Erfahrung von mehr als 30 Jahren als Instruktor und Fluglehrer zurückblicken. Sie erfüllt mich nach wie vor mit großer Freude und Befriedigung. Eine Herausforderung der besonderen Art sind die vielen unterschiedlichen Verfahren der einzelnen Gesellschaften, aber auch die Bedienung der verschiedenen Simulatoren in Berlin, Frankfurt, München, Zürich oder Wien bedarf eines eingehenden Studiums für einen reibungslosen Ablauf.
Die heutigen Simulatoren ermöglichen ein Training in nahezu hundertprozentig realistischem Umfeld. Der gesamte Cockpit-Layout entspricht ebenso exakt dem Flugzeug wie die meisten Geräusche und Bewegungen, bis hin zur Simulation von Beschleunigungen um alle Achsen. Dazu kommt noch das Bild der sogenannten „visual scene“ – auch hier sind wir nur noch einen kleinen Schritt von der fotorealen Darstellung entfernt, insbesondere beim Nacht- oder Dämmerungsbild.